Viehscheid Oberstdorf – September 2015

Noch geniessen die Rinder das saftige Gras und den Bergsommer auf der Alp in vollen Zügen. Im September, rechtzeitig bevor Frost und der erste Schnee drohen, geht es wieder abwärts auf die Talweiden und in die heimischen Ställe. Auf der so genannten „Viehscheid“ wird die Sommer-Weidsaison der Rinder auf den Almen beendet und zünftig gefeiert.

2015 Viehscheid Oberstdorf & Umgebung

  • 11. September – Oberstdorf, Schöllang
  • 12. September – Oberstdorf
  • 20. September – Obermaiselstein
  • 21. September – Bolsterlang

Das Bergruh Fit & Aktiv Special gilt selbstverständlich auch während der Viehscheid-Saison!

Sommerfrische Milch-Qualität

Rund 100 Tage verbringen die Rinder auf den genossenschaftlich verwalteten ‚Alpen‘. Die positive Wirkung der Allgäuer Bergwiesen auf Milch- und Fleischqualität ist über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Die Hirten betreuen nicht selten auch „Gastrinder“ aus anderen Regionen.

Ein Blumenkranz für die Schönste

Im Herbst hat die Idylle auf dem Berg aber unweigerlich ein Ende und die Hirten bereiten ihre Herde auf den Almabtrieb vor. Ist der Abstieg geschafft, ziehen die Männer ihr traditionelles Festgewand an, mit dem sie dann in das Dorf einziehen. Auch die Tiere werden herausgeputzt. Hat die Herde die Saison auf der Alp ohne Krankheiten oder Todesfälle überstanden, wird die Leit-Kuh besonders prächtig geschmückt.

prächtig geschmückte Kuh - Oberstdorfer Viehscheid

Auf dem Kopf trägt das Tier einen handgeknüpften Kranz aus frischen Bergblumen. In der Mitte des Kranzes befindet sich ein kleiner Spiegel, der, so ein alter Glaube, die bösen Geister abhalten soll. Nicht zu vergessen sind natürlich die Schellen und Glocken, die alle Tiere um den Hals tragen und die die baldige Ankunft der Herde schon von weitem ankündigen.

Scheidung – zur Abwechslung darf gefeiert werden

Auf dem Scheideplatz im Dorf wird schließlich das Vieh ‚geschieden‘ – daher der Name „Viehscheid“. Die Bauern nehmen ihre eigenen Rinder in Empfang um sie auf den heimischen Hof zu treiben. Vorher wird aber ordentlich gefeiert. Zünftige Blasmusik, deftige „Scheidwurst“ und frisch gezapftes Bier darf nicht fehlen. Und oft feiern Gäste aus nah und fern gemeinsam mit den Sennerinnen, Sennen und Bauern bis spät in die Nacht.

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